In El Salvador engagiert sich beispielsweise Kike, 18 Jahre alt, als Imker und betreibt eine Imkerei im Westen des Landes. Gemeinsam mit anderen Jugendlichen und dem MISEREOR Partner Caritas Santa Ana hat er eine Gruppe von jungen Landwirten gegründet, die sich gegenseitig unterstützen und zusammenarbeiten. So helfen sie sich gegenseitig aus, wenn eine*r in die Uni muss. Damit können sie Studium und Landwirtschaft unter einen Hut bringen.

Schafft auch ihr neuen Lebensraum für Bienen! Bienenhotels, das Pflanzen von bienenfreundlichen Pflanzen sowie eine ökologische Ernährung tragen zum Schutz von Bienen bei. Bewusstsein für die Problematik schaffen sowie sich weiter informieren stellen die Ausgangsbasis dar. Politisches Engagement, wie das Volksbegehren in Bayern, betont die Signifikanz der Problematik gegenüber Politiker*innen.

Die Rolle der Bienen

Die Deutschen sind weltweit Spitzenreiter*innen in Sachen Honigkonsum. Circa 1 Kilo isst jede*r Deutsche pro Jahr. Dafür fliegt eine Honigbiene 2.000.000 Blüten an. Doch die Biene kann viel mehr! Neben der Honigproduktion spielen die Bienen eine zentrale Rolle für das Bestehen unseres Ökosystems. Sie bestäuben mehr als 80% unserer Wild- und Nutzpflanzen. Ohne Bienen könnten wir viele unserer täglichen Lebensmittel nicht konsumieren.

Hier eine kleine Veranschaulichung – ein Auszug aus dem NDR Wissenscheck:

Die Bienen sind in Gefahr!

Seit 20 Jahren gibt es einen signifikanten Rückgang der Bienenbevölkerung. Weltweit lässt sich das Bienensterben beobachten. Vor allem die Wildbienen, die nicht für die Honigproduktion aber dafür umso mehr für die Bestäubung verantwortlich sind, trifft es besonders: 52% aller Wildbienen stehen auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten.

Warum?

Neben dem natürlichen Feind der Varroamilbe leiden die Bienen vor allem unter den Folgen der konventionellen Landwirtschaft. Durch die Ausbreitung landwirtschaftlich genutzter Flächen nehmen die Lebensräume der Bienen rasant ab. Damit einhergehend entfallen den Bienen wichtige Nahrungsquellen, zum Beispiel Wildblumenwiesen. Des Weiteren stören die Pestizide, die vor allem in der konventionellen Landwirtschaft in großen Mengen eingesetzt werden, das Fortpflanzungsverhalten der Bienen. Studien zu der Wirkung von Pestiziden auf Bienen beschränken sich oft auf einen kurzen Zeitraum. Ebenfalls liegt der Fokus zumeist auf den Honigbienen. Die Wirkung auf Wildbienen wird fatalerweise oft vernachlässigt.

Was kannst du unternehmen? – Zum Beispiel Bienenhotel bauen

Eine Möglichkeit sich für die Bienen einzusetzen ist es, sogenannte Insektenhotels zu bauen. Der Naturschutzbund e.V. zeigt in dem folgenden Video wie ihr einfach zuhause ein Bienenhotel bauen könnt – eine Bastelaktion für Groß und Klein! Weitere detailliertere Infos findet ihr unter: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/insekten-und-spinnen/insekten-helfen/00959.html

Neben dem Bau eines Bienenhotels könnte ihr die Bienen ebenfalls unterstützen, indem ihr ihnen mehr Nahrung schafft. Hierfür könnte ihr einen Teil im Garten den Bienen widmen. Insbesondere regionale Pflanzen mögen sie besonders. Immer mehr Saatguthersteller stellen einen speziellen „Bienenmix“ zusammen. Achte beim Kauf von Saatgut darauf Bio-Saatgut zu kaufen, sodass die Saatkörner nicht bereits mit Pestiziden versetzt sind. Bingenheimer Saatgut bietet euch zum Beispiel folgende Mischung an: https://www.bingenheimersaatgut.de/bienenweide.html

„Rettet Sabiene – Rettet die Welt!“ – MISEREOR/ BDKJ 72h-Aktion

Die MISEREOR 72h Aktion „Rettet Sabiene“ widmet sich ebenfalls der Bienenproblematik. Hier seid ihr gefragt. Ihr habt Lust ein Projekt zum Schutz der Bienen zu planen und somit Teil der 72h-Aktion zu werden? Mehr unter: https://www.2-euro-helfen.de/bdkj72stunden/

Du willst mehr? – Weitere Infos

Bienen: unser Honig – wie geht das

Rettung für die Bienen? – NDR Wissenscheck:

„More than honey“
ein mehrfach ausgezeichneter Film von dem Regisseur Markus Imhoof.