Fastentipps

7 Wochen in der Fastenzeit. 7 Fastentipps mit der du diese Zeit gestalten kannst. Inspiriert von dem Menschen in El Salvador gibt es jede Woche einen neuen Fastentipp. Viel Spaß!

 


  • In El Salvador engagiert sich beispielsweise Kike, 18 Jahre alt, als Imker und betreibt eine Imkerei im Westen des Landes. Gemeinsam mit anderen Jugendlichen und dem MISEREOR Partner Caritas Santa Ana hat er eine Gruppe von jungen Landwirten gegründet, die sich gegenseitig unterstützen und zusammenarbeiten. So helfen sie sich gegenseitig aus, wenn eine*r in die Uni muss. Damit können sie Studium und Landwirtschaft unter einen Hut bringen.

    Schafft auch ihr neuen Lebensraum für Bienen! Bienenhotels, das Pflanzen von bienenfreundlichen Pflanzen sowie eine ökologische Ernährung tragen zum Schutz von Bienen bei. Bewusstsein für die Problematik schaffen sowie sich weiter informieren stellen die Ausgangsbasis dar. Politisches Engagement, wie das Volksbegehren in Bayern, betont die Signifikanz der Problematik gegenüber Politiker*innen.

    Die Rolle der Bienen

    Die Deutschen sind weltweit Spitzenreiter*innen in Sachen Honigkonsum. Circa 1 Kilo isst jede*r Deutsche pro Jahr. Dafür fliegt eine Honigbiene 2.000.000 Blüten an. Doch die Biene kann viel mehr! Neben der Honigproduktion spielen die Bienen eine zentrale Rolle für das Bestehen unseres Ökosystems. Sie bestäuben mehr als 80% unserer Wild- und Nutzpflanzen. Ohne Bienen könnten wir viele unserer täglichen Lebensmittel nicht konsumieren.

    Hier eine kleine Veranschaulichung – ein Auszug aus dem NDR Wissenscheck:

    Die Bienen sind in Gefahr!

    Seit 20 Jahren gibt es einen signifikanten Rückgang der Bienenbevölkerung. Weltweit lässt sich das Bienensterben beobachten. Vor allem die Wildbienen, die nicht für die Honigproduktion aber dafür umso mehr für die Bestäubung verantwortlich sind, trifft es besonders: 52% aller Wildbienen stehen auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten.

    Warum?

    Neben dem natürlichen Feind der Varroamilbe leiden die Bienen vor allem unter den Folgen der konventionellen Landwirtschaft. Durch die Ausbreitung landwirtschaftlich genutzter Flächen nehmen die Lebensräume der Bienen rasant ab. Damit einhergehend entfallen den Bienen wichtige Nahrungsquellen, zum Beispiel Wildblumenwiesen. Des Weiteren stören die Pestizide, die vor allem in der konventionellen Landwirtschaft in großen Mengen eingesetzt werden, das Fortpflanzungsverhalten der Bienen. Studien zu der Wirkung von Pestiziden auf Bienen beschränken sich oft auf einen kurzen Zeitraum. Ebenfalls liegt der Fokus zumeist auf den Honigbienen. Die Wirkung auf Wildbienen wird fatalerweise oft vernachlässigt.

    Was kannst du unternehmen? – Zum Beispiel Bienenhotel bauen

    Eine Möglichkeit sich für die Bienen einzusetzen ist es, sogenannte Insektenhotels zu bauen. Der Naturschutzbund e.V. zeigt in dem folgenden Video wie ihr einfach zuhause ein Bienenhotel bauen könnt – eine Bastelaktion für Groß und Klein! Weitere detailliertere Infos findet ihr unter: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/insekten-und-spinnen/insekten-helfen/00959.html

    Neben dem Bau eines Bienenhotels könnte ihr die Bienen ebenfalls unterstützen, indem ihr ihnen mehr Nahrung schafft. Hierfür könnte ihr einen Teil im Garten den Bienen widmen. Insbesondere regionale Pflanzen mögen sie besonders. Immer mehr Saatguthersteller stellen einen speziellen „Bienenmix“ zusammen. Achte beim Kauf von Saatgut darauf Bio-Saatgut zu kaufen, sodass die Saatkörner nicht bereits mit Pestiziden versetzt sind. Bingenheimer Saatgut bietet euch zum Beispiel folgende Mischung an: https://www.bingenheimersaatgut.de/bienenweide.html

    „Rettet Sabiene – Rettet die Welt!“ – MISEREOR/ BDKJ 72h-Aktion

    Die MISEREOR 72h Aktion „Rettet Sabiene“ widmet sich ebenfalls der Bienenproblematik. Hier seid ihr gefragt. Ihr habt Lust ein Projekt zum Schutz der Bienen zu planen und somit Teil der 72h-Aktion zu werden? Mehr unter: https://www.2-euro-helfen.de/bdkj72stunden/

    Du willst mehr? – Weitere Infos

    Bienen: unser Honig – wie geht das

    Rettung für die Bienen? – NDR Wissenscheck:

    „More than honey“
    ein mehrfach ausgezeichneter Film von dem Regisseur Markus Imhoof.


  • Die Vögel zwitschern munter. Die ersten warmen Sonnenstrahlen wärmen deine Haut. Weiße Teppiche aus Schneeglöckchen breiten sich aus. Unterbrochen werden sie vereinzelnd von bunten Primeln und Krokussen. Du sitzt draußen und genießt dein erstes Eis dieses Jahr. Dir ist zwar noch etwas kalt aber das Eis schmeckt wunderbar. Du genießt den Moment. – Der Frühling ist da.

    Klingt verlockend? Der Fastentipp #6 möchte dich motivieren, deine Heimat zu erkunden. Öffne deine Augen und mach dir bewusst von wieviel Schönheit du umgeben bist.

    Eine Fahrradtour ins Umland

    Rauf aufs Rad! Bereits ein Tagesausflug mit dem Fahrrad in die Natur kann bei dir ein ungemeines Urlaubsgefühl auslösen. Eine Radtour verbindet viele schöne Aspekte: Zum einen bist du sportlich aktiv, zum anderen kannst du vergleichsweise weite Strecken zurücklegen (im Gegensatz zum spazieren gehen) und kannst so neue Ecken deiner Heimat kennen lernen. Ganz nebenbei sparst du C02 Emissionen, die durch andere Transportmittel versursacht werden würden. Also worauf wartest du noch?
    Vielleicht suchst du dir ein konkretes Ziel für deine Tour? Vielleicht lässt du dich einfach treiben und machst den Weg zum Ziel?
    Versuche dabei ganz bewusst dein Umfeld wahrzunehmen: Erkennst du erste Boten des Frühlings? Wie verändert sich die Natur? Welche Geräusche nimmst du wahr? Welche Gerüche? Vielleicht hast du Lust bei einer kleinen Pause innezuhalten und diesen Moment in einem Notizbuch zu notieren.

    Urlaub in der Heimat

    Immer mehr Menschen werden sich bewusst, dass man in der Heimat ebenso wie in der Ferne Urlaubsmomente genießen kann. Der BDKJ NRW und MISEREOR stellen in der Broschüre „Faire Ferien“ coole Tipps für nachhaltige Ferien in der Heimatvor. Hier kannst du beispielsweise erfahren, wie du „grüne“ Feriencamps in deiner Region planen kannst. Mehr unter: https://www.kritischerkonsum.de/fileadmin/kritischer-konsum/Data/Faire_Ferien_2013.pdf

    Wieviel CO₂ sparst du indem du Fahrrad fährst?

    Mithilfe der Klima-Kollekte App kannst du für jede Fahrt und für jedes Verkehrsmittel nachrechen, wieviel CO₂ du dadurch verursachst. Ebenfalls werden dir für die Strecken CO₂ ärmere Alternativen aufgelistet. Des Weiteren bietet die App dir wöchentlich einen Tipp, wie du nachhaltiger leben kannst auf. Die App ist kostenlos verfügbar. Mehr Informationen findest du unter: https://klima-kollekte.de/app/


  • Das Zielland der diesjährigen BDKJ/ MISEREOR Jugendaktion El Salvador bekommt die Folgen des Klimawandels besonders stark zu spüren. Die Anzahl von Extremwetterereignissen wie Dürren oder starken Regenfällen, die zu Überschwemmungen und Schlammlawinen führen können, häuft sich. Das Land gilt als eines der anfälligsten Länder für Naturkatastrophen (http://www.bmz.de/de/laender_regionen/lateinamerika/elsalvador/index.html) Folgen dieser sind oft die Verluste ganzer Ernten, was in dem landwirtschlich geprägten Land viele Familien wirtschaftlich ruinieren kann. Der Klimawandel, den maßgeblich die Länder des Globalen Nordens zu verantworten haben, trifft vor allem die Länder des Globalen Südens wie El Salvador.

    Greta Thunberg, 16 Jahre alt, Schülerin aus Schweden hat genug. Zutiefst frustriert über den mangelnden Einsatz der Politiker*innen gegen den fortschreitenden Klimawandel entschloss sie sich selbst zu handeln. Mit einem Plakat mit der Aufschrift „Schulstreik fürs Klima“ (schwedisch: „Skolstrejk för klimatet“) stellte sie sich eines Freitagmorgens (August 2018) vor das Rathaus ihrer Stadt, um für eine nachhaltige Klimapolitik zu demonstrieren. Inspiriert durch ihren Mut und Engagement schlossen sich in den folgenden Wochen in diversen Städten sowie Ländern Europas Jugendliche dem Protest an. Weltweit nahmen beispielweise am 15. März 2019 über eine Millionen überwiegend jungen Menschen in über 2000 Städten in 125 Ländern an dem Streik teil (FFFD 16.03.2019).

    Greta’s Beispiel inspiriert den Fastentipp #5 „Deine Stimme zählt, mach was draus!“. Diese Woche geht es darum, euch zu ermutigen euch (politisch) zu engagieren – für den Klimaschutz, Menschenrechte oder andere gesellschaftliche Themen. Ihr werdet merken, dass eure Stimme zählt! Besonders, wenn ihr euch in Gruppen zusammenschließt, könnt ihr eure Anliegen betonen.
    Du hast Lust dich zu engagieren weißt aber nicht wo? Es gibt super viele Möglichkeiten sich als Jugendliche*r zu engagieren. Hier ein paar Ideen:

    Informier dich!

    Unabdingbar für überzeugendes Argumentieren und Einstehen für seine Ziele ist selber gut informiert zu sein. Auf den Online Seiten der großen Tageszeitungen findest du viele Informationen über das aktuelle politische Geschehen. Des Weiteren bietet die Bundeszentrale für politische Bildung auf ihrer Homepage Übersichten insbesondere zu internationaler und nationaler Politik an. Auf der MISEREOR Homepage findest du weitere Informationen über globale Politik und Zusammenhänge.

    Werde Mitglied der Schülervertretung

    an deiner Schule/ der Mitarbeiter*innenversammlung auf deiner Arbeit. Hier kannst du zentrale Themen mitbestimmen. Gemeinsam könnt ihr hier ebenfalls Aktionen überlegen.

    Nutze dein Demonstrationsrecht!

    Beobachte Demonstrationen nicht nur abends vorm Fernseher. Spricht dich eine Demonstration thematisch an und vertritt Anliegen, denen du zustimmst, dann geh hin! Die Signifikanz von Demos wird oft an dessen Teilnehmer*innenzahl gemessen. Werde Teil davon!

    Engagiere dich in Jugendverbänden

    Vielleicht bist du schon in einem Jugendverband? Der BDKJ bietet vielfältige Möglichkeiten sich in diversen Bereichen zu engagieren. Des Weiteren bieten sie oft spannende Seminare, Weiterbildungsmöglichkeiten und Ausflüge an. Nebenbei lernst du tolle Menschen, die sich für ähnliche Ziele wie du einsetzen möchten, kennen.

    Geh Wählen!

    (für alle ab 16/ 18 Jahren)
    Wählen gehen ist die direkte Möglichkeit Politik mitzugestalten und Demokratie zu leben. Darüber hinaus kannst du anderen verdeutlichen, wie wichtig es ist an den Wahlen teilzunehmen. Besonders junge Leute nehmen diese Möglichkeit oft nicht wahr. So wird ihre Stimme „verschenkt“ und vor allem nicht von den Politiker*innen repräsentiert. Die nächsten Wahlen stehen schon bald an: die Europawahlen am 26. Mai 2019.

    Informationsquellen:

    Achte bei deiner Auswahl der Informationsquellen darauf eine gute „Mischung“ zu wählen, so dass du nicht nur eine politische Perspektive abdeckst. Des Weiteren lohnt es sich oft regionale sowie überregionale Nachrichten zu konsultieren.


  • Gemeinsam entdecken Jugendliche in El Salvador mit der MISEREOR Partnerorganisation Caritas San Salvador ihre Potenziale im Rahmen des Projektes „Mein Lebensplan“. Gegenseitiges Unterstützen steht hier an erster Stelle! Nur durch das Zusammenarbeiten und gegenseitige Unterstützen werden Projekte wie dieses realisierbar.

    Ingrid, eine der Mentorinnen der Kurse, hat beispielsweise bei Caritas San Salvador zunächst als Teilnehmerin an dem Kurs „Mein Lebensplan“ teilgenommen. Später war sie als Ehrenamtliche aktiv, um nun als hauptamtliche Mitarbeiterin die neuen Kurse zu leiten. Ohne die Unterstützung der MISEREOR Partnerorganisation Caritas San Salvador wäre dieser Weg nicht möglich gewesen.

    Das folgende Video der Caritas International veranschaulicht eindeutig, wie viel Teamarbeit ermöglichen kann:

    Caritas International – “one human family, food for all”

    Mit offenen Augen durch die Welt gehen

    Der Fastentipp #4 soll dich motivieren mit offenen Augen durch die Welt zu gehen und anderen unterstützend zur Seite zu stehen – sofern sie diese Unterstützung annehmen möchten. Somit soll eine Gemeinschaft, geprägt von Barmherzigkeit und gegenseitiger Unterstützung, gefördert werden.

    Oft sind es bereits kleine Momente des „jemanden unter die Arme greifen“, die den Alltag versüßen. Theoretisch weiß das jedes Kind. Doch wie verhältst du dich in konkreten Situationen im Alltag wirklich?

    Ein kleiner Selbst-Test: Bietest du Unterstützung an?

    • Eine ältere Person hat Schwierigkeiten in den Bus einzusteigen.
    • In der Stadt sieht du eine*n desorientiert wirkende*n Tourist*in.
    • Dein*e Mitschüler*in büffelt noch an ihren*/ seinen* Aufgaben, während du bereits fertig bist.
    • Eine Familie mit Kleinkindern sucht verzweifelt Sitzplätze im überfüllten Zug.
    • Im Supermarkt erkundigt sich ein*e Kund*in nach einem Produkt. Du hast verstanden, wonach sie*/ er* sucht – doch der*/ die* Verkäufer*in nicht.
    • Auf der Parkbank sitzt ein*r Jugendliche*r und weint.
    • Während du in deine saftige Stulle beißt, hat dein*e Sitznachbar*in kein Proviant dabei.

    Ich möchte dich motivieren mit offenen Augen durch den Alltag zu gehen und in schwierigen Momenten nicht wegzuschauen. Du wirst sehen, in vielen Situationen wird sich dein Gegenüber ungemein über eine Unterstützung freuen. Behalte dabei stets im Hinterkopf, dass du deine Unterstützung freundlich anbietest. Wenn jemand diese nicht annehmen möchte, ist dies sein/ ihr Recht. Fühle dich nicht demotiviert!

    Du wirst sehen, andere unterstützen macht Spaß!


  • Gelangweilt scroll ich durch meinen Facebook News Feed… Ein Urlaubsfoto einer Freundin am Meer! „Was ein tolles Foto“, denke ich und drücke den LIKE Button. Ein Video von einem Rudel verspielter und etwas tollpatschiger flauschiger Hundewelpen. LIKE! Eine Freundin postet ein selbstgeschriebenes Gedicht. LIKE! – Es ist so einfach Komplimente zu verteilen, oder nicht?

    Auf Facebook gestaltet sich das „Likes“ Verteilen als Kinderspiel. Jede*r sammelt eifrig Anerkennung in Form von „Likes“. Doch wer gibt noch wahre Komplimente im realen Leben?

    Andere ermutigen in ihrem Tun, das Wertschätzen des Miteinanders und Dankbarkeit zeigen inspirieren den Fastentipps #3: Komplimente statt Likes. Die Jugendlichen in dem Projekt der MISEREOR Partnerorganisation Caritas San Salvador machen es vor. Sie definieren im Rahmen eines kostenlosen Kurses des Projektes „Mein Lebensplan“ ihre Potenziale. In diversen Spielen lernen die Jugendlichen ihre Mitmenschen mehr wertzuschätzen. Unter anderem in Form von Komplimenten lass sie dies die anderen wissen.

    Nimm dir diese Woche als Probewoche. Vielleicht setzt du dir als Ziel jeden Tag ein Kompliment zu verteilen? Vielleicht wählst du dir einen Tag der Komplimente aus?

    Du wirst sehen, wie bereits kleine Aussagen, anderen eine Freude bereiten und zeitgleich in dir ebenfalls ein wohliges Gefühl der Zufriedenheit auslösen. Sicherlich fällt es nicht jedem leicht eine wildfremde Person anzusprechen. Das ist in unserer Kultur nicht unüblich. Du kannst zunächst bei Klassenkamerad*innen, Kolleg*innen oder Freund*innen anfangen. Ignorier deine Gedanken nicht! Wenn Dir positiv etwas an deinen Mitmenschen auffällt, lass es sie wissen!

    Eine kleine musikalische Einstimmung

    Was macht ein tolles Kompliment aus?

    Um herauszufinden, wie sich ein besonderes Kompliment für jemanden finden lässt, lohnt es sich „sich an die eigene Nase zu fassen“. Wann hast du ein Kompliment bekommen über das du dich sehr gefreut hast? Von wem hast du es erhalten? In welcher Situation? Was genau hat das Kompliment für dich besonders gemacht?

    Das Ziel eines Komplimentes sollte darin bestehen, der anderen Person eine Freude zu machen. Das Verteilen von Komplimenten sollte des Weiteren nicht an die Erwartung einer Gegenleistung geknüpft sein. Ein schönes Kompliment, das wahre Freude bei deinem Gegenüber auslöst, charakterisiert sich durch Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit. Außerdem zeichnet es sich dadurch aus, dass es persönlich ist sowie zu der Situation und Beziehung zum Gegenüber passt. Beispielsweise sieht ein Kompliment für eine*n gute*n Freund*in sehr anders aussehen als an eine*n Vorgesetzte*n. Darüber hinaus steckt die Stärke eines Komplimentes nicht nur in dem Inhalt des Gesagten sondern auch in der Art und Weise in das es verpackt wird.

    Stell dir vor…

    Stell dir vor, du fängst an mehr Komplimente zu verteilen. Dein Gegenüber freut sich über ein erhaltenes Kompliment und fühlt sich ermutigt selber mehr Komplimente zu verteilen. Nach einiger Zeit wirst du durch ein Kompliment von jemandem geschmeichelt. Ein Miteinander geprägt von gegenseitiger Wertschätzung und kleinen Freuden. Wäre das nicht eine wunderbare Vorstellung? Wertschätzung tut schließlich jedem*r gut.

    Selbstverständlich gilt stets zu beachten, dass die Komplimente ehrlich und aufrichtig bleiben. So wird vermieden in eine Gesellschaft geprägt von leeren Floskeln zu rutschen.


  • Auf unserem Lebensweg werden wir von Freund*innen und Familie begleitet. Mit ihnen feiern wir unsere Geburtstage, Erfolge und viele andere schöne Momente. Auch in schwierigen Zeiten sind sie für uns da. Sie sind unsere ständigen Begleiter*innen. Beziehungen, die Kraft schenken. Beziehungen, die Pflege bedürfen. Beziehung, für die wir dankbar sein sollten.

    Der Fastentipp #2 beabsichtigt zunächst sein persönliches „Beziehungsnetz“ zu reflektieren, um anschließend auf kreative Art und Weise seinen Mitmenschen zu zeigen, wie viel sie einem bedeuten.

    Schritt 1 – Persönliches Beziehungsnetz

    Wer spendet mir besonders viel Kraft? Mit Fragen wie dieser möchte ich dich einladen deine persönlichen Beziehungen zu reflektieren: Als Methode dient hierfür das sogenannte Beziehungsnetz. Am besten nimmst du dir ein DIN A4 oder DIN A3 blanko Blatt und ein paar Stifte – gerne in bunten Farben. Auf die Mitte zeichnest du dich oder schreibst deinen Namen. Um dich herum, platzierst du nun deine Freunde und Familie. Dabei gilt: umso näher sich eine Person an der Mitte des Blattes, also an dir, befindet, umso näher ist sie dir am Herzen. Ob du zwischen den Personen Verbindungen einzeichnen möchtest, die Beziehung zu Einzelnen durch Symbole verdeutlichst oder du unterschiedliche Farben mit einbaust – das entscheidest du. Lass deiner Phantasie freien Lauf!

    Kleine Anregungen für das Erstellen des Beziehungsnetzes

    • Mit wem verbringst du gerne Zeit?
    • Wer zaubert dir ein Lächeln aufs Gesicht?
    • Mit wem kannst du Tränen lachen?
    • Wer ist in schwierigen Zeiten für dich da?
    • Wen vermisst du?
    • Wer gibt dir Kraft?

    Schritt 2 –Bastelidee Postkarten „Ich denke an dich“

    Nachdem du dir einen Überblick über deine persönlichen „Kraftquellen“ geschaffen hast, möchte ich dich nun ermutigen diesen Personen zu verdeutlichen, welche Bedeutung sie für dich haben. Hierbei geht es nicht darum große Geschenke oder ähnliches zu kaufen – ganz im Gegenteil! Eine Kleinigkeit reicht hier vollkommen. Vielleicht hast du ja bereits ein paar Ideen?

    Verschick doch eine Postkarte

    Wann hast du die letzte Postkarte bekommen? Den letzten Brief? Eine Tradition, die in Zeiten von Social Media gerade von Jugendlichen immer weniger genutzt wird. Doch das lässt sich ändern! Weiter unten findest du verschiedene Postkartenvorlagen zum downloaden und drucken. Probiere aus, wie viel ein kleiner Gruß an Freund*innen und/ oder Familie bewirken kann. Bereits ein „Danke“, ein „Ich denke an dich“ oder „Du bist mir wichtig“ kann deinen Engsten ein Lächeln aufs Gesicht zaubern.

    Selbstverständlich lässt sich die Methode ebenfalls im Rahmen der Gemeindearbeit, in Jugendgruppen oder mit Freunden zusammen durchführen.

    Berichte uns gerne auf Facebook, wie deine “Ich denke an Dich“-Postkarten Aktion verläuft.


  • Was sind deine Stärken? Was macht dich einzigartig?

    Sich seinen eigenen Stärken bewusst werden – Ausgangspunkt, um sein Potenzial voll entfalten zu können. Rosa und Miguel, Teilnehmer des Projekts „Mein Lebensplan“ der MISEREOR Partnerorganisation Caritas San Salvador, zeigen wie es geht (https://www.youtube.com/watch?v=NvvTsVLmWwc). So planen sie ihre Zukunft positiv in dem von Bandenkriminalität geplagten Land. Nicht nur in El Salvador auch in Deutschland wissen junge Menschen am besten, wo ihre Stärken und Interessen liegen. Ganz nach dem Motto „Basta! Jugend macht was draus“ vertrauen wir als MISEREOR auf euch! Was sind deine Stärken?

    Du bist an der Reihe! Komm mit auf eine kleine Reise zu dir selbst. Finde heraus, wie viel Potenzial in dir steckt.

    Such dir zunächst einen schönen Ort an dem du zu Ruhe kommen kannst. Schalte dein Handy aus. Vielleicht nimmst du dir einen kleinen Snack mit? Einen Apfel, Schokolade oder etwas Knabberzeug? Ob du dabei draußen auf einer Parkbank die ersten warmen Sonnenstrahlen genießt oder dich mit einer heißen Schokolade ins Bett kuschelst – das entscheidest du. Hauptsache, du machst es dir gemütlich ☺

    Vervollständige nun in Ruhe folgende Sätze:
    Ich kann besonders gut…
    Ich habe gelernt…
    Zu meinen besten Eigenschaften zählen…
    Ich bin einzigartig, weil…
    Andere schätzen an mir …

    Bewahre deine Stärken-Liste gut auf! Vielleicht fallen dir mit der Zeit weitere tolle Eigenschaften an dir ein? Des Weiteren kannst du sie an Tagen der Unsicherheit und/oder Unzufriedenheit anschauen und dich selbst an Deine Fähigkeiten erinnern.
    Denk dran:

    „Man verliert niemals seine Stärke, manchmal vergisst
    man nur, dass man sie hat“

    Du hast Lust auf mehr?

    Bitte Familie und Freunde die Sätze über dich zu vervollständigen.

    Ebenfalls findest du unter den Materialen der MISEREOR/ BDKJ Jugendaktion 2019 in dem Dokument der „Gruppenstunde I für Verbände“ das „Sag Mal“-Blatt: Eine Vorlage zum Drucken, die sich besonders einsetzen lässt, um Selbst- und Fremdeinschätzung zu vergleichen. Probiere es einmal aus! Es stellt sich oft als total spannend heraus und macht Spaß zu sehen, wie man von seinen Mitmenschen wahrgenommen wird.
    Das Dokument findest du hier: https://www.jugendaktion.de/2019/wordpress/wp-content/uploads/2019/01/Gruppenstunde-I_JA-2019.pdf