Fastentipps

7 Wochen in der Fastenzeit. 7 Fastentipps mit der du diese Zeit gestalten kannst. Inspiriert von dem Menschen in El Salvador gibt es jede Woche einen neuen Fastentipp. Viel Spaß!

 


  • Gelangweilt scroll ich durch meinen Facebook News Feed… Ein Urlaubsfoto einer Freundin am Meer! „Was ein tolles Foto“, denke ich und drücke den LIKE Button. Ein Video von einem Rudel verspielter und etwas tollpatschiger flauschiger Hundewelpen. LIKE! Eine Freundin postet ein selbstgeschriebenes Gedicht. LIKE! – Es ist so einfach Komplimente zu verteilen, oder nicht?

    Auf Facebook gestaltet sich das „Likes“ Verteilen als Kinderspiel. Jede*r sammelt eifrig Anerkennung in Form von „Likes“. Doch wer gibt noch wahre Komplimente im realen Leben?

    Andere ermutigen in ihrem Tun, das Wertschätzen des Miteinanders und Dankbarkeit zeigen inspirieren den Fastentipps #3: Komplimente statt Likes. Die Jugendlichen in dem Projekt der MISEREOR Partnerorganisation Caritas San Salvador machen es vor. Sie definieren im Rahmen eines kostenlosen Kurses des Projektes „Mein Lebensplan“ ihre Potenziale. In diversen Spielen lernen die Jugendlichen ihre Mitmenschen mehr wertzuschätzen. Unter anderem in Form von Komplimenten lass sie dies die anderen wissen.

    Nimm dir diese Woche als Probewoche. Vielleicht setzt du dir als Ziel jeden Tag ein Kompliment zu verteilen? Vielleicht wählst du dir einen Tag der Komplimente aus?

    Du wirst sehen, wie bereits kleine Aussagen, anderen eine Freude bereiten und zeitgleich in dir ebenfalls ein wohliges Gefühl der Zufriedenheit auslösen. Sicherlich fällt es nicht jedem leicht eine wildfremde Person anzusprechen. Das ist in unserer Kultur nicht unüblich. Du kannst zunächst bei Klassenkamerad*innen, Kolleg*innen oder Freund*innen anfangen. Ignorier deine Gedanken nicht! Wenn Dir positiv etwas an deinen Mitmenschen auffällt, lass es sie wissen!

    Eine kleine musikalische Einstimmung

    Was macht ein tolles Kompliment aus?

    Um herauszufinden, wie sich ein besonderes Kompliment für jemanden finden lässt, lohnt es sich „sich an die eigene Nase zu fassen“. Wann hast du ein Kompliment bekommen über das du dich sehr gefreut hast? Von wem hast du es erhalten? In welcher Situation? Was genau hat das Kompliment für dich besonders gemacht?

    Das Ziel eines Komplimentes sollte darin bestehen, der anderen Person eine Freude zu machen. Das Verteilen von Komplimenten sollte des Weiteren nicht an die Erwartung einer Gegenleistung geknüpft sein. Ein schönes Kompliment, das wahre Freude bei deinem Gegenüber auslöst, charakterisiert sich durch Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit. Außerdem zeichnet es sich dadurch aus, dass es persönlich ist sowie zu der Situation und Beziehung zum Gegenüber passt. Beispielsweise sieht ein Kompliment für eine*n gute*n Freund*in sehr anders aussehen als an eine*n Vorgesetzte*n. Darüber hinaus steckt die Stärke eines Komplimentes nicht nur in dem Inhalt des Gesagten sondern auch in der Art und Weise in das es verpackt wird.

    Stell dir vor…

    Stell dir vor, du fängst an mehr Komplimente zu verteilen. Dein Gegenüber freut sich über ein erhaltenes Kompliment und fühlt sich ermutigt selber mehr Komplimente zu verteilen. Nach einiger Zeit wirst du durch ein Kompliment von jemandem geschmeichelt. Ein Miteinander geprägt von gegenseitiger Wertschätzung und kleinen Freuden. Wäre das nicht eine wunderbare Vorstellung? Wertschätzung tut schließlich jedem*r gut.

    Selbstverständlich gilt stets zu beachten, dass die Komplimente ehrlich und aufrichtig bleiben. So wird vermieden in eine Gesellschaft geprägt von leeren Floskeln zu rutschen.


  • Auf unserem Lebensweg werden wir von Freund*innen und Familie begleitet. Mit ihnen feiern wir unsere Geburtstage, Erfolge und viele andere schöne Momente. Auch in schwierigen Zeiten sind sie für uns da. Sie sind unsere ständigen Begleiter*innen. Beziehungen, die Kraft schenken. Beziehungen, die Pflege bedürfen. Beziehung, für die wir dankbar sein sollten.

    Der Fastentipp #2 beabsichtigt zunächst sein persönliches „Beziehungsnetz“ zu reflektieren, um anschließend auf kreative Art und Weise seinen Mitmenschen zu zeigen, wie viel sie einem bedeuten.

    Schritt 1 – Persönliches Beziehungsnetz

    Wer spendet mir besonders viel Kraft? Mit Fragen wie dieser möchte ich dich einladen deine persönlichen Beziehungen zu reflektieren: Als Methode dient hierfür das sogenannte Beziehungsnetz. Am besten nimmst du dir ein DIN A4 oder DIN A3 blanko Blatt und ein paar Stifte – gerne in bunten Farben. Auf die Mitte zeichnest du dich oder schreibst deinen Namen. Um dich herum, platzierst du nun deine Freunde und Familie. Dabei gilt: umso näher sich eine Person an der Mitte des Blattes, also an dir, befindet, umso näher ist sie dir am Herzen. Ob du zwischen den Personen Verbindungen einzeichnen möchtest, die Beziehung zu Einzelnen durch Symbole verdeutlichst oder du unterschiedliche Farben mit einbaust – das entscheidest du. Lass deiner Phantasie freien Lauf!

    Kleine Anregungen für das Erstellen des Beziehungsnetzes

    • Mit wem verbringst du gerne Zeit?
    • Wer zaubert dir ein Lächeln aufs Gesicht?
    • Mit wem kannst du Tränen lachen?
    • Wer ist in schwierigen Zeiten für dich da?
    • Wen vermisst du?
    • Wer gibt dir Kraft?

    Schritt 2 –Bastelidee Postkarten „Ich denke an dich“

    Nachdem du dir einen Überblick über deine persönlichen „Kraftquellen“ geschaffen hast, möchte ich dich nun ermutigen diesen Personen zu verdeutlichen, welche Bedeutung sie für dich haben. Hierbei geht es nicht darum große Geschenke oder ähnliches zu kaufen – ganz im Gegenteil! Eine Kleinigkeit reicht hier vollkommen. Vielleicht hast du ja bereits ein paar Ideen?

    Verschick doch eine Postkarte

    Wann hast du die letzte Postkarte bekommen? Den letzten Brief? Eine Tradition, die in Zeiten von Social Media gerade von Jugendlichen immer weniger genutzt wird. Doch das lässt sich ändern! Weiter unten findest du verschiedene Postkartenvorlagen zum downloaden und drucken. Probiere aus, wie viel ein kleiner Gruß an Freund*innen und/ oder Familie bewirken kann. Bereits ein „Danke“, ein „Ich denke an dich“ oder „Du bist mir wichtig“ kann deinen Engsten ein Lächeln aufs Gesicht zaubern.

    Selbstverständlich lässt sich die Methode ebenfalls im Rahmen der Gemeindearbeit, in Jugendgruppen oder mit Freunden zusammen durchführen.

    Berichte uns gerne auf Facebook, wie deine “Ich denke an Dich“-Postkarten Aktion verläuft.


  • Was sind deine Stärken? Was macht dich einzigartig?

    Sich seinen eigenen Stärken bewusst werden – Ausgangspunkt, um sein Potenzial voll entfalten zu können. Rosa und Miguel, Teilnehmer des Projekts „Mein Lebensplan“ der MISEREOR Partnerorganisation Caritas San Salvador, zeigen wie es geht (https://www.youtube.com/watch?v=NvvTsVLmWwc). So planen sie ihre Zukunft positiv in dem von Bandenkriminalität geplagten Land. Nicht nur in El Salvador auch in Deutschland wissen junge Menschen am besten, wo ihre Stärken und Interessen liegen. Ganz nach dem Motto „Basta! Jugend macht was draus“ vertrauen wir als MISEREOR auf euch! Was sind deine Stärken?

    Du bist an der Reihe! Komm mit auf eine kleine Reise zu dir selbst. Finde heraus, wie viel Potenzial in dir steckt.

    Such dir zunächst einen schönen Ort an dem du zu Ruhe kommen kannst. Schalte dein Handy aus. Vielleicht nimmst du dir einen kleinen Snack mit? Einen Apfel, Schokolade oder etwas Knabberzeug? Ob du dabei draußen auf einer Parkbank die ersten warmen Sonnenstrahlen genießt oder dich mit einer heißen Schokolade ins Bett kuschelst – das entscheidest du. Hauptsache, du machst es dir gemütlich ☺

    Vervollständige nun in Ruhe folgende Sätze:
    Ich kann besonders gut…
    Ich habe gelernt…
    Zu meinen besten Eigenschaften zählen…
    Ich bin einzigartig, weil…
    Andere schätzen an mir …

    Bewahre deine Stärken-Liste gut auf! Vielleicht fallen dir mit der Zeit weitere tolle Eigenschaften an dir ein? Des Weiteren kannst du sie an Tagen der Unsicherheit und/oder Unzufriedenheit anschauen und dich selbst an Deine Fähigkeiten erinnern.
    Denk dran:

    „Man verliert niemals seine Stärke, manchmal vergisst
    man nur, dass man sie hat“

    Du hast Lust auf mehr?

    Bitte Familie und Freunde die Sätze über dich zu vervollständigen.

    Ebenfalls findest du unter den Materialen der MISEREOR/ BDKJ Jugendaktion 2019 in dem Dokument der „Gruppenstunde I für Verbände“ das „Sag Mal“-Blatt: Eine Vorlage zum Drucken, die sich besonders einsetzen lässt, um Selbst- und Fremdeinschätzung zu vergleichen. Probiere es einmal aus! Es stellt sich oft als total spannend heraus und macht Spaß zu sehen, wie man von seinen Mitmenschen wahrgenommen wird.
    Das Dokument findest du hier: https://www.jugendaktion.de/2019/wordpress/wp-content/uploads/2019/01/Gruppenstunde-I_JA-2019.pdf